Inklusionstisch am Christkindlmarkt München mit Würfelhockern
Martin Laschewski präsentiert Inklusionstisch Christkindlmarkt zusammen mit den Grünen
Aufbau eines barrierefreien Inklusionstischs für Begegnung auf Augenhöhe im öffentlichen Raum

Kurz & Knackig

Wo?

Christkindlmarkt Innenstadt, Weißenburgerstraße

    Wann

    Winter 2024/2025

      Was?

      Inklusive Multifunktionstische

      • Begegnung auf Augenhöhe (Rollstuhlfahrende + sitzende Personen auf gleicher Höhe)
      • Multifunktional: Stehtisch, Sitztisch, Wickeltisch, Ablagefläche
      • Würfelhocker integriert (verstaubar im Tisch)
      • Trockener, geschützter Rückzugsort für Hunde unterm Tisch

        Wieso?

        • Inklusion im öffentlichen Raum ermöglichen
        • Alle Menschen können gemeinsam an einem Tisch sitzen
        • Multifunktionale Lösung für verschiedene Bedürfnisse  
        • Solide inklusive Stadtmöbel entwickeln, die keine „schnele Notlösung“ sind, sondern Hand und Fuß haben. 
        Projekt-Förderer
        Logo Bündnis 90, die Grünen
        Projektbeschreibung

        Inklusionstische fürs Miteinander

        Auf vielen Weihnachtsmärkten sieht man sie: kleine Klappbretter an Stehtischen – wie Kindertische, die nachträglich drangeschraubt wurden. Gut gemeint, aber alles andere als inklusiv. Menschen im Rollstuhl sitzen abseits, getrennt von der Gruppe, auf Augenhöhe mit niemand anderem. Das ist keine Inklusion. Das ist traurig.

        Wir wollten ein Möbelstück für den urbanen Raum entwickeln, das Inklusion ernst nimmt. Einen Tisch, an dem alle auf Augenhöhe sitzen können – egal ob im Rollstuhl, auf einem kleinen Hocker, lehnend oder stehend. Ein Tisch, der es allen leichter macht. Der zeigt, wie Inklusion im öffentlichen Raum aussehen kann, wenn man sie richtig durchdenkt.

        Mit den Inklusionstischen haben wir multifunktionale Stadtmöbel entwickelt, die Begegnung ohne Barrieren ermöglichen. Zwei Prototypen standen zunächst am Christkindlmarkt in der Münchner Innenstadt, danach in der Weißenburger Straße. Das Ziel: Zeigen, dass Inklusion kein nice-to-have ist, sondern Standard sein sollte.

        Die eierlegende Wollmilchsau
        Wir haben versucht, so viele Bedürfnisse wie möglich in einem Möbel zu vereinen:

        • Begegnung auf Augenhöhe: Menschen im Rollstuhl sitzen auf gleicher Höhe mit anderen – durch die integrierten Würfelhocker, die genau auf diese Höhe abgestimmt sind. Endlich kein „von oben herab“ mehr. Die Gruppierung erfolgt gemeinsam um die Hocker, nicht um einen klassischen Tisch herum. Das schafft Nähe statt Hierarchie.
        • Verstaubare Würfelhocker: Sind sie aufgestellt, kann ein Hund bequem im trockenen und geschützten Innenbereich des Tisches liegen.
        • Stehen, sitzen, anlehnen: Die mittlere Fläche kann als Steh-Sitz genutzt werden (zum Anlehnen) oder als Ablagefläche für Taschen, Glühwein, Einkäufe. Durch die Begrenzung hinten eignet sich der Inklusionstisch auch ideal zum Wickeln
        • Abgrenzung & Schutz: Die hohe Rückseite mit Abstellfläche eignet sich hervorragend als Stehtisch und bietet eine Abgrenzung zum Sitzbereich – perfekt, um sich von der Straße abzugrenzen oder auf überfüllten Weihnachtsmärkten einen geschützten Bereich zu schaffen, wenn man zwei Inklusionstische zusammen anordnet.

        Multidimensionale Inklusion statt Unterfahrbarkeit
        Dass der Tisch nicht unterfahrbar ist– war eine bewusste Entscheidung. Wir wollten keine klassische Tisch-Gruppierung, bei der eine Person im Rollstuhl an einem Ende sitzt und alle anderen drumherum stehen oder sitzen. Stattdessen haben wir eine gemeinsame Runde mit den Hockern konzipiert, bei der alle gleichberechtigt teilnehmen.

        Durch diesen Ansatz konnten wir deutlich mehr Funktionen möglich machen: Steh-Sitz, Ablagefläche, Wickeltisch, geschützter Bereich, verstaubare Hocker. So wird Inklusion mehrdimensional – nicht nur für eine Personengruppe, sondern für viele unterschiedliche Bedürfnisse.

        Unsere Vision: Eine Standardausstattung an inklusiven Möbeln für den öffentlichen Raum in München, die sich Schausteller:innen, Veranstalter:innen und Stadtteilinitiativen ausleihen können. Damit Inklusion nicht Ausnahme ist, sondern Regel.

        Ein freiRAUMviertel-Inklusionstisch am Standort Weißenburger Straße in München
        Die Inklusionstische am Weihnachtsmarkt in der Neuhauserstraße
        Das freiRAUMviertel-Team demonstriert die Einsatzweisen der inklusiven Stadtmöbel
        Zwischenstand: Die Einzelteile des Inklusionstisches kurz vor dem Zusammenbauen
        Letzter Schliff für den Multifunktionstisch für die Nutzung als Stehtisch, Wickeltisch und Sitztisch
        Prototyp eines inklusives Stadtmobiliars des freiRAUMviertel München

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