Grüne Oasen mit Regenwasser-Power: Münchens neue Selbstversorger-Bänke

Regen rein, Grün raus – so funktioniert’s

Sitztreppe, Pflanzen, Riffeldach. Ein nachhaltiges System, das ohne externe Ressourcen funktioniert und urbanes Grün dauerhaft versorgt.

1. Regenauffang über das Dach: Regenwasser wird über die Pergola-Dachfläche gesammelt und durch ein Rohrsystem in integrierte Wassertanks geleitet.

2. Speicherung in Tanks:  Die Tanks sind unsichtbar in die Sitzstufen eingebaut – kein „Bus-Häusl-Look“, sondern eine ästhetische Wohlfühl-Oase.

3. Solarbetriebene Versorgung:  Ein kleines Solarpanel betreibt die Pumpe vollständig autark – kein externer Stromanschluss nötig.

4. Automatische Bewässerung:  Die Pumpe aktiviert sich zweimal täglich – bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang – und versorgt die Pflanzen mit dem gespeicherten Regenwasser.

Konzeptzeichnung der Wasserbänke fürs Lenbachhaus mit Sitztreppe, Pergola und integrierten Wassertanks

Kurz & Knackig

Wo?

Königsplatz, Lehnbachhaus

    Wann

    2026

      Was?

      Umsetzung eines Gewinner-Projekts des München Budgets 2025: mehrere Wasserbänke mit Sitztreppe, Pergola, Solardach und automatischem Bewässerungssystem. Ein Beispiel für nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit geschlossenem System ohne externe Wasserversorgung oder Strom aus dem Netz.

      • Sitztreppen mit integrierten Wassertanks
      • Automatische Bewässerung durch Regenauffang & Solarpumpe
      • Pflanzgefäße mit Bäumen und Büschen sorgen für Schatten & Kühlung
      • Beleuchtung für Sicherheitsgefühl bei Nacht

        Wieso?

        • Schwammstadt-Prinzip: Regen auffangen statt versickern lassen – Wasser wird genutzt, statt weggespült
        • Urbanes Grün kühlt, spendet Schatten und macht Hitzetage erträglicher
        • Konsumfreie Begegnungsorte schaffen: Sitzen, Chillen, Ratschen für alle
        • Beispielhaft zeigen, wie Stadtgestaltung klimaangepasst, sozial und ästhetisch funktionieren kann. Und den Weg frei machen für viele weitere solcher Projekte. 
        Auftraggeber & Projekt-Partner
        Logo Landeshauptstadt München
        LEHNBACHHAUS
        München Budget 2025
        Projektbeschreibung

        Ein grünes Paradis am Königsplatz

        Vor dem Lenbachhaus entsteht etwas Neues: vier Wasserbänke – grüne Inseln auf dem leeren Pflaster vor dem Museum. Zentrum jeder Wasserbank ist eine Sitztreppe mit Pergola, drumherum Pflanzgefäße mit Bäumen und Büschen. Bei Sonne gibt’s Schatten, bei Regen Unterstand, bei Tag Entspannung, bei Nacht Beleuchtung. All-Weather, All-Situation.

        Das Besondere an den Bänken ist auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen: Die kleinen Oasen versorgen sich selbst.

        Regenwassersammler, Selbstversorger & Begegnungsort in einem
        Das System ist denkbar einfach: Über die Pergola wird Regen aufgefangen, in verbauten Tanks gespeichert und von einer solarbetriebenen Pumpe automatisch an die Pflanzen verteilt – morgens und abends, ganz ohne menschliches Zutun. Kein Gießen nötig, kein Wasseranschluss, kein externes Stromnetz. Ein geschlossenes Kreislaufsystem, das bei ausreichend Niederschlag komplett autark funktioniert.

        Die Idee stammt aus dem MünchenBudget 2025 – Deutschlands größtem Bürgerbudget, bei dem die Münchner:innen über die Verwendung von einer Million Euro für Stadtprojekte entscheiden dürfen. Die Wasserbank-Idee hat als eine von zehn gewonnen. Und wir durften sie umsetzen.

        Ein Raum für grüne Pausen zwischen Kunst & Kultur
        Das Lenbachhaus zieht täglich hunderte Besucher:innen an – Kunstinteressierte, Tourist:innen, Spaziergänger:innen. Doch der Platz davor bot bisher kaum Aufenthaltsqualität. Wer eine Pause brauchte, musste weiterziehen.

        Die Wasserbänke ändern das. Sie schaffen konsumfreie Verweilorte direkt vor dem Museum – Orte, an denen man nach dem Ausstellungsbesuch zusammensitzt, sich austauscht, den Tag nachwirken lässt. Oder vor dem Besuch ankommt, durchatmet, sich sammelt. Sie machen das Pflaster vorm Lenbachhaus von der Durchgangszone zum Aufenthaltsraum.

        Stadtinseln mit Wohlfühl-Effekt
        München wird heißer, Starkregen häufiger – und versiegelte Flächen wie der Königsplatz verschärfen beide Extreme. Hitze staut sich, Wasser kann nicht versickern, die Kanalisation ist überlastet.

        Die Lösung liegt im Schwammstadt-Prinzip: Wasser auffangen, speichern, nutzen – statt es ungenutzt im Gulli zu versenken. Gleichzeitig urbanes Grün schaffen, das aktiv kühlt, Schatten spendet und die Luftqualität verbessert. Die Wasserbänke setzen genau das um – sichtbar und wirkungsvoll.

        Sie sind ein fantastisches Beispiel für bürgernahe, angewandte Klimaanpassung. Menschen sitzen drauf, Pflanzen wachsen drumherum, Regen wird zu Grün. So klar kann’s sein.

        Biodiverse Bepflanzung lockt eine Biene an
        Teamfoto freiRAUmviertel
        Die Werkstatt läuft auf Hochtouren in Vorbereitung für die Wasserbank-Produktion
        Ansicht der arbeitssamen freiRAUMviertel Werkstatt
        Ehrenamtliche streichen Module für die Wasserbänke

        Wasserbänke für dein Viertel

        Ihr plant urbanes Grün im Quartier? Ihr sucht nachhaltige, klimaangepasste Stadtmöbel? Ihr wollt das Schwammstadt-Prinzip konkret umsetzen? Unser Baukastenprinzip macht Stadtgestaltung einfach und spielerisch umsetzbar.

        Gendergerechte Planung

        Beleuchtung bei Nacht, offene Sichtachsen, barrierefreie Zugänge – Sicherheit und Teilhabe mitgedacht.

        All-Weather geeignet

        Bei Sonne Schatten, bei Regen Unterstand. Die Pergola macht die Bank ganzjährig nutzbar.

        Pflegeleicht & robust

        Geschlossene Fronten verhindern, dass sich Dreck sammelt. Die hochwertige Bauweise, hält die Module langjährig im Einsatz.

        Kein "Bus-Häusl-Look"

        Die Wassertanks sind intergiert und versteckt, die Ästhetik stimmt. Eine grüne Wohlfühl-Oase, kein technisches Gerät.

        Modular & flexibel

        Die Wasserbänke sind modular gebaut. Und mit allen freiRAUMviertel-Elementen kombinierbar, erweiterbar, anpassbar.

        Ein Ehrehamtlicher schraubt ein Seitenteil zusammen für die Wasserbänke
        Jede Menge Holz stapelt sich auf Werkstattwägen zur Weiterverarbeitung für die Wasserbänke

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